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Erster Waldspaziergang im Stiftswald am 31.1.2021 mit 500 Besucher:innen

Zum ersten Waldspaziergang im Stiftswald machten sich in Kassel über 200 Radler:innen auf den Weg um gegen die A44 und für eine Verkehrswende zu demonstrieren. In Kaufungen stießen ca. weitere 100 Radler:innen in Papierfabrik dazu und alle radelten über die B7 bis Oberkaufungen und über den Panoramaweg bis in den Stiftswald.

Dort fand unterhalb des Ruheforsts eine Veranstaltung statt, bei der Jona Königes die Gruppe „Keine A 44 – Verkehrswende JETZT“! vorstellte. Torsten Felstehausen (MdL Hessen) berichtete über den Stand der A44-Planung in Kaufungen und Wolfgang von „Fridays for Future – Kassel“ referierte zur Verkehrswende und wie wir sie erreichen können.

Im Anschluß gab es zwei Waldspaziergänge, die über die Auswirkungen der geplanten A44-Trasse informierten. Besucht wurden die 150 Jahre alten Eichen, ganz in der Nähe des Ruheforsts, die eine große Fledermauskolonie beherbergen. Da die Bäume auf der geplanten Trasse liegen, sollen die Fledermäuse umgesiedelt werden.

Am Beispiel des Dautenbachtals wurde aufgezeigt, wie tief die A44 an dieser Stelle im Einschnitt sein wird und wie viele Baumrodungen und Erdbewegungen dafür notwendig sind um die Trasse ohne zu große Steigungen durch den Stiftswald zu führen. An einigen Stellen wird die 27m breite Fahrbahn einen bis zu 80 m breiten Einschnitt notwendig machen.

Die Gruppe „Keine A 44 – Verkehrswende JETZT!“ hat ihre Forderungen zur weiteren Planung der A 44 dem interessierten Publikum vorgetragen und über 130 Menschen haben diese auf einem Plakat unterschrieben. Dieses Plakat soll der federführenden Behörde der Planfeststellung – dem Regierungspräsidium in Kassel – in der nächsten Woche überreicht werden.

Der Waldspaziergang im Stiftswald – mit vorangehender Raddemonstration aus Kassel – wird im Februar und März fortgeführt werden um auf die beginende Offenlegung der Dokumente der Plamfeststellung hinzuweisen, die vorraussichtlich nach Ostern beginnt. Nach der Offenlegung ist es möglich Einwendungen gegen die A44 beim Regierungspräsidium einzureichen.

Weitere Informationen zu den nächsten Versammlungen der Gruppe „Keine A 44 – Verkehrswende JETZT!“ sind auf der Homepage „www.keineA44.de“ zu finden. Dort kann ein newsletter abonniert werden und befinden sich Hilfestellungen zum Schreiben von Einwendungen gegen den geplanten Autobahnneubau.

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